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DIE TUN-SEIN-TYPEN |
| Der Malocher |
Der Malocher ist im Zuge der Darstellung eine Reinform, da vollkommen im Ego verhaftet ohne spirituelle Anbindung und ohne Zugang zur Intuition. Der „Sinn des Lebens“ wird von ihm nicht weiter hinterfragt, die eigene Situation als (gott)gegeben hingenommen. Es können oftmals sehr fleißige Menschen sein, die geradezu genügsam ihr Leben gestalten, keine große Erwartungen an das Leben stellen, das sie sich nun einmal so eingerichtet und geregelt haben.
Erfolg ist kein Bestandteil ihres Seins, selbst wenn im Arbeitsleben eine gewisse Karriere gemacht ist, wird das eigentlich zur Verfügung stehende Potenzial nur zu einem sehr geringen Maße ausgeschöpft.
Den Sinn des Lebens zu hinterfragen fehlt die Kraft, oftmals auch das ausreichende intellektuelle Training. Das Leben wird als Pflicht wahrgenommen nd, abhängig von der Erziehung zur Pflichterfüllung, lässt man sich hängen und steht sowohl im materiellen wie auch spirituellen Abseits oder erreicht ein gewisses Wohlstandsniveau, aus dem allerdings keine Befriedigung oder gar Begeisterung erzielt werden kann.
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| Der Kämpfer |
Der Kämpfer unterscheidet sich vom Malocher darin, dass er in sich eine Leidenschaft spürt. Ganz tief drinnen ist etwas, das ihn die Situation eines Malochers nicht hinnehmen lässt. Die Antwort auf dieses Bedürfnis, das nicht konkretisiert oder genauer definiert werden kann, besteht in verstärktem Tun.
In Unkenntnis der universellen Gesetzmäßigkeiten von Ursache und Wirkung werden aus dem Drang nach Veränderung Denkmuster und Verhaltensweisen an den Tag gelegt, die zu unangenehmen und wenig dienlichen Konsequenzen führen. Daraus resultiert wieder verstärktes Ausagieren der inneren Triebfeder mit gleichen Resultaten.
Kämpfer erkennt man unter anderem daran, dass sie sich immer wieder gleichartige unlustige Situationen in ihr Leben ziehen, immer wieder den gleichen Menschen begegnen und in gleichen Ursache-Wirkung-Zusammenhängen gefangen sind.
Aus dem fehlenden Bewusstsein und dem nicht erfolgten Bewusstwerden über diese Situation wird viel Energie aufgebracht und verschwendet, ohne angemessene Ergebnisse oder eine signifikante Entwicklung in der Persönlichkeit zu erreichen.
Nicht selten sind selbstständige Einzelunternehmer diese Kämpfer-Typen, die aber immer an der Subsistenzgrenze agieren bzw. gelegentlich erreichte Erfolge nicht verstetigen können.
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| Der Gewusst-wie-Typ |
Der Gewusst-wie-Typ hat neben der indifferenten Sehnsucht im Innersten schon eine mehr oder weniger klare Ahnung von den Spielregeln des Universums. Oftmals stark verhaftet in gesellschaftlichen und geistigen Traditionen wird ein gewisses Maß an Balance zwischen wirtschaftlichem Erfolg und spiritueller Sinnstiftung erfahren. Dabei sind aber strenge Limitierungen „eingebaut“, was sich selbst an Erfolg oder geistigem Potenzial zugestanden wird.
Dauerhaftes Glück oder gar berufliche Erfüllung sind dem Gewusst-wie-Typ nicht beschieden, da die vorliegenden Erklärungsansätze nicht ausreichen, um das eigene Sein umfassend zu verstehen. Die ihm innewohnende Schöpferkraft wird nicht erkannt, die Aussage, nach dem Ebenbild Gottes geschaffen zu sein, wird, wenn überhaupt, auf die Physiognomie bezogen.
Der Gewusst-wie-Typ erkennt die Gesetze und Spielregeln der materiellen Welt an und erfährt auch die entsprechenden Sanktionen bei deren Übertretung. Eine Übertragung auf geistige Gesetzmäßigkeit erfolgt dabei aber nicht.
Oftmals ist der Gewusst-wie-Typ in seinem Erwerbsleben unambitioniert und antrieblos, schafft aber in seinem privaten Umfeld, im Verein oder in seinem Hobby kleine Bereiche von Seins-Inseln, bei denen Freude am Ausagieren bei gleichzeitig guten Ergebnissen gegeben sind.
Eine Übertragung auf höhere Ebenen, Versuche das Berufsleben oder die eigene Existenz im Gesamten wiederzufinden finden nicht statt. Hierzu fehlt das entsprechende Selbst-Bewusstsein (das Bewusstsein über alle Aspekte des Selbst) und zum Teil auch die erforderliche Selbstverantwortung.
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| Der Suboptimierer |
Der Suboptimierer hat sein Potenzial in der Regel nur in einigen wenigen Bereichen ausgeschöpft, während andere Teile brachliegen. So ist es in der Regel so, dass ein gewisser materieller Erfolg erreicht wurde, vielleicht sogar gesellschaftliches Ansehen, politischer Einfluss, unternehmerische Macht oder künstlerische Schaffenskraft vorhanden sind.
Das so Erreichte wird aber getrübt durch „Schicksalsschläge“ in anderen Lebensbereichen. Klassisch ist der Fall der auf Kosten der eigenen Gesundheit, des Privatlebens, der Ehepartnerschaft und/oder der Familie erkaufte wirtschaftliche, berufliche oder unternehmerische, finanziell-materielle Erfolg.
Unternehmer, Freiberufler oder Führungskräfte, die für Dritte unerwartete Schicksalsschläge erleiden, lebensbedrohlich erkranken oder aber solche Krankheiten im engsten Familienkreis erfahren, sind fast jedem bekannt. Oftmals erkennt man dann hinter einer strahlenden Fassade tiefe Abgründe und tragische Konstellationen.
Der Typ des Suboptimierers entspricht eher einem männlichen Klischee, der materiellen Erfolg und vordergründiges Glück vorweisen kann, aber in spiritueller Hinsicht, so denn überhaupt ein Glaubensbekenntnis vorliegt, keine Entwicklung erreicht.
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| Der Zweifler |
Der Zweifler ist so gesehen das Pendant zum Suboptimierer. Hier gibt es ein Glaubensbekenntnis und die Sinnfrage ist bereits gestellt, jedoch fehlt noch jegliche Antwort darauf. Materieller Erfolg ist nicht gegeben und wird sogar eher als „unspirituell“ abgelehnt, entsprechend wird an wohlhabenden Menschen starke emotionale Kritik geübt.
Die eigene Anbindung an die Intuition ist tragischerweise gepaart mit dem Unvermögen, dies in das materielle Leben zu integrieren. Bei aller Erkenntnis und Bewusstsein für die Probleme der Welt ist die Selbstverantwortung nicht ausreichend ausgeprägt.
Für viele Dinge werden „Schuldige“ gesucht und ausgemacht, je diffuser, desto besser. So sind dann „die Politiker“, „die Unternehmer“, „die religiösen Fundamentalisten“ oder welche Gruppe auch immer für viele Dinge verantwortlich, so dass die eigene Verantwortung für sich selbst und das eigene Leben nicht mehr betrachtet werden muss. Gleichzeitig sind aber alle Probleme der Welt, von Armut, Hunger, Arbeitslosigkeit angefangen bis zum Waldsterben, Walfang oder der Klimakatastrophe, im Bewusstsein stark verankert.
Das Ergebnis ist eine stark verspürte Ohnmacht und Frustration, die dann auch mal in Form von eruptiven Ausbrüchen, teils verbal, teils mit Gewalt, kompensiert werden.
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| Der Sinnsucher |
Die Sinnsucher sind oftmals vorangegangene Suboptimierer, die nach gravierenden Einschnitten oder so genannten Schicksalsschlägen ihrem Leben eine andere Richtung geben, für die Umwelt oftmals radikal und unverständlich. Getrieben von den dem Gedanken: „Das kann doch nicht schon alles gewesen sein!“ und in der Erkenntnis, dass materieller Wohlstand und Geld allein nicht glücklich machen, werden nun weitere Antworten nach dem Sinn des Lebens gesucht und auch gefunden.
Dabei kann es allerdings sein, dass wieder Wertungen und Kritik geübt werden, diesmal nicht gegenüber anderen, sondern gegenüber dem eigenen früheren Leben. Der Sinnsucher kommt aus der einen Welt (der materiellen) und geht in eine andere (die spirituelle). Diese Welten sinnvoll miteinander zu verbinden, gelingt (noch) nicht.
Der Sinnsucher kann aber auch aus dem Zweifler erwachsen, wenn sukzessive über die spirituelle Auseinandersetzung die hinderlichen Verhaltensmuster erkannt und abgebaut werden.
Allgemein lässt sich sagen, dass der Sinnsucher noch zu wenig in seinem „Sein“ angekommen ist und noch zu viel „will“, da er sich noch auf der Suche befindet. Wenn er auf der Suche nach etwas ist, will er es haben bzw. sein. Das wiederum hat als Seins-Aussage zur Folge, dass er es eben nicht hat oder nicht ist.
Es kann passieren, dass der Sinnsucher in diesem Dilemma verhaftet bleibt und bei allen Befähigungen und Kenntnissen keinen Ausweg findet. Dies steht allerdings nicht im Widerspruch dazu, ein „einigermaßen“ oder „weitgehend“ erfülltes und glückliches Leben zu führen.
Sinnsucher erkennt man oft daran, dass sie in entsprechenden Gesprächen äußern, dass sie „eigentlich“ zufrieden sind. Aber wie sieht eine „eigentlich“-Kopiervorlage aus? Verschwommen? Blass? Farblos?
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| Der Spirituelle |
Der Spirituelle hat die universellen Gesetzmäßigkeiten erkannt und kann sie in sein Leben integrieren. Alle wesentlichen Lebensbereiche werden in die Betrachtung integriert und gestaltet. Der vermeintliche Widerspruch zwischen materiellem Wohlstand und spiritueller Entwicklung ist bereits aufgehoben oder aber ist dabei, in Einklang gebracht zu werden.
Der Spirituelle kann daran erkannt werden, dass im überwiegenden Maße die dienlichen Seins-Zustände bewusst angestrebt und ausagiert werden. Hektik, Stress und Kampf nehmen sukzessive weniger Platz im Leben ein, Harmonie, Glück und Erfüllung sind Bestandteile des täglichen Seins.
Die unendliche Fülle des Universums wird akzeptiert, wenn auch das materielle Leben noch keine Entsprechung dieses Prinzips darstellt. Unabhängig davon wird aber den materiellen Bedürfnissen weniger Bedeutung beigemessen, so dass auch bei „normalem“ Einkommen alle Bedürfnisse befriedigt werden können und kein Mangel empfunden wird.
Das Thema „Sicherheit“ oder „Urvertrauen“ ist oftmals noch nicht abschließend geklärt, als Indiz dafür, dass das Ego noch aktiv ist und die Seins-Zustände tangiert.
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| Der Meister |
Der Meister hat die beiden Welten, das Materielle sowie das Spirituelle, in Einklang gebracht. Er ist in vollständiger Selbstverantwortung und im Bewusstsein der universellen Gesetzmäßigkeiten. Es besteht kein Mangel mehr, unabhängig von der Lebenssituation.
Verankert in der materiellen Welt mit „normaler“ beruflicher Betätigung gelingt es dem Meister, die spirituelle Welt für sich zu erschließen und höhere Bewusstseinsebenen zu erreichen.
Anstehende Fragen und Herausforderungen werden durch den bewussten Einsatz der Intuition über die Ebene der geistigen Gesetzmäßigkeiten beantwortet, es besteht eine starke Anbindung an den göttlichen Schöpfer in weitgehend allen Lebensbereichen.
Einen Meister erkennt man unter anderem auch daran, dass er nicht von sich behauptet, einer zu sein!
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| Der Erleuchtete |
Der Erleuchtete lebt im vollständigen Bewusstsein, er ist sich bewusst darüber, woher er kommt, was die Lebensaufgabe in dieser Inkarnation ist und vollzieht sie nach, und das für die weitere spirituelle Entwicklung der Welt.
Für alle Interessierten empfehle ich an dieser Stelle die Autobiographie von Paramahansa Yogananda: „Autobiographie eines Yogi“.
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